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Elektroautos
Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 11.10.2018 09:35:46
2
2691146
Jepp, schon lustig, wie aktuell auch die deutsche Autolobby wieder heult und "um Arbeitsplätze bangt" (*) weil die böse CO2-Reduzierung so nicht "im deutschen Interesse" sein kann und... wir am liebsten alles wie früher hätten und... dann könnten wir ohne Aufwand weiter einfach nur Geld verdienen...

(*) Was soll's, dann werden Fachkräfte frei, davon gibts doch soooo wenige?

Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
To be to continued ...

6. Heizkörper gelten seit der FBH als hässliche Platzverschwender

7. Ölheizungen sind seit Gasanschlüssen nur noch Kellerverschwendung und stinken mit ihren Tanks das ganze UG voll

8. Seit der WP ist auch die Gasheizung von gestern

9. (Meine Meinung) Wasserführende Heizungen sind unnötig aufwändig in Erstellung und Wartung, seit es tolle Klimaanlagen gibt ;-)

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 11.10.2018 10:27:08
2
2691160
Zitat von Phil a.H. Beitrag anzeigen
Was soll's, dann werden Fachkräfte frei, davon gibts doch soooo wenige?


Sehr guter Einwand!

Die vielen Facharbeiter, die bei der Umstellung auf Elektromobilität frei werden, sollten doch besser Wohnungen bauen anstatt SUVs. SUVs haben wir schon viel zu viele, dabei fehlen Millionen Wohnungen, und auf'm Bau fehlen Leute ...

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 11.10.2018 12:16:27
0
2691209
Hallo Tom,
ich weiß jetzt nicht, ob das eine sarkastische Antwort auf meinen Sarkasmus war - etwas Ernst war meinerseits drin. Wie sich Politik und Wirtschaft (wer da wen beeinflusst, lasse ich mal außen vor) selbst widersprechen, wird eben irgendwann auffällig.

Verfasser:
sukram
Zeit: 11.10.2018 12:56:59
0
2691228
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von Phil a.H. Beitrag anzeigen
[...]


Sehr guter Einwand!

Die vielen Facharbeiter, die bei der Umstellung auf Elektromobilität frei werden, sollten doch besser Wohnungen bauen anstatt SUVs. SUVs haben wir schon viel zu viele, dabei fehlen Millionen Wohnungen, und auf'm Bau fehlen Leute ...


Genau, und in Sachen Flächenverbrauch, "Kultur"Landschaftszerstörung, Zersiedelung hört man von den selbsternannten Umweltschützern keinen Mucks mehr (nur die Bauern murren noch ab und zu leise in den Lokalblättern); gestern noch Sorge um Mikroklima, Durchlüftung, "lebenswerte Städte" - heute heißt's: "verdichten". Sowas kriegen die anscheinend widerspruchsfrei hin.

Habe das kürzlich mal bei meinem Kernheimatort verglichen- besiedelte Fläche hat sich in 50 Jahren fast verfünffacht, und um auf die Bundesstraße einzufädeln, auf der ich als Bub noch fröhlich kilometerweit langewandert bin, braucht man heute schonmal 5 Minuten.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 11.10.2018 13:04:17
2
2691232
Zitat von Phil a.H. Beitrag anzeigen
Hallo Tom,
ich weiß jetzt nicht, ob das eine sarkastische Antwort auf meinen Sarkasmus war - etwas Ernst war meinerseits drin.


Nein, in meiner Replik finden sich weder Ironie noch Sarkasmus. Kein Fitzelchen davon. Es ist mein voller Ernst!

Ich finde es grotesk, wenn die vollkommen unnötige Umweltverschmutzung mit pseudowirtschaftlichen Gründen verteidigt wird. Hat die katholische Kirche etwa das Ende der Hexenverbrennungen damit beklagt, dass da viele gutbezahlte Inquisitoren ihre Arbeit verlieren? Wie viel Arbeitsplätze könnte die chemische Industrie schaffen, wenn sie ihre Giftabfälle wieder ungeklärt in Flüssen und Meeren verklappen dürfte?

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 11.10.2018 13:12:05
4
2691238
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
Genau, und in Sachen Flächenverbrauch, "Kultur"Landschaftszerstörung, Zersiedelung hört man von den selbsternannten Umweltschützern keinen Mucks mehr


Warum liest Du denn nicht meine Antworten auf Deine Beiträge dazu? Von mir hört man nämlich immer wieder den gleichen Mucks auf Deine vor rückwärtsgewandter Ideologie triefenden Hassreden. Hier nochmals:

Ich hab' mich gerade eben extra nochmal umgeguckt. Bei mir jedenfalls ist die Landschaft noch vollständig da. Natürlich kann ich fern am Horizont ein paar Windräder sehen. Aber die sind genau so Ausdruck unserer Kultur wie Felder und Straßen, oder wie Kulturwälder. Wie schon seit vielen Jahrhunderten ist die Landschaft bei uns eine reine Kulturlandschaft. Das bedeutet trivialerweise, dass die Landschaft sich verändert, sobald die Kultur sich verändert.

Und das Schöne ist: unsere Kultur hat sich in den letzten 50 Jahren sehr deutlich hin zum Besseren gewandelt. Nicht zuletzt die Windräder sind ein deutliches Zeichen für diese überaus positive Entwicklung. Jedes einzelne Windrad erinnert an diesen positiven Wertewandel unserer Kultur, und deshalb ist für mich die Landschaft mit Windrädern schöner als die ohne.

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 11.10.2018 16:58:11
2
2691314
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
... dabei fehlen Millionen Wohnungen, und auf'm Bau fehlen Leute ..


Beides stimmt, es wird aber eher noch schlechter als besser werden.

Überbezahlte Industriearbeiter, die gewohnt sind in konditionierten Räumen feste Abläufe abzuarbeiten, dazu zu bewegen minderbezahlte Knochenarbeit bei Wind und Wetter zu machen, wird nur zwangsweise funktionieren.

Die Wohnungsbaupolitik, nicht nur der aktuellen Regierung, ist genau so katastrophal, wie das agieren in Sachen E-Mobilität.

Gruss
Frank F.

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 11.10.2018 17:24:17
0
2691318
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
[...]


Genau, und in Sachen Flächenverbrauch, "Kultur"Landschaftszerstörung, Zersiedelung hört man von den selbsternannten Umweltschützern keinen Mucks mehr (nur die Bauern murren noch ab und zu leise in den Lokalblättern); gestern noch Sorge um Mikroklima, Durchlüftung, "lebenswerte Städte"[...]


Zersiedlung wird durch das Baugesetz verhindert (§35 BauGB).

Gruss
Frank F.

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 11.10.2018 17:30:36
3
2691319
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Überbezahlte Industriearbeiter, die gewohnt sind in konditionierten Räumen feste Abläufe abzuarbeiten, dazu zu bewegen minderbezahlte Knochenarbeit bei Wind und Wetter zu machen, wird nur zwangsweise funktionieren.

Im Prinzip alles richtig, aber sind die einen ÜBERbezahlt, oder die anderen eher UNTERbezahlt?

Wird schwierig zu beurteilen sein im Christland...

Zeit: 11.10.2018 18:37:07
2
2691335
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Die Wohnungsbaupolitik, nicht nur der aktuellen Regierung, ist genau so katastrophal, wie das agieren in Sachen E-Mobilität.


Ist sie das? Günstige Wohnungen gibt es in D zu genüge, die sind halt nur nicht in den angesagten Großstädten. Viele ländliche Regionen überaltern und sterben regelrecht aus, in den Städten knubbeln sich zu viele und man hat nicht ausreichend Wohnraum auf dem engen Raum.

Was ist denn jetzt langfristig sinnvoll? Noch mehr verdichten und immer mehr Menschen auf engstem Raum zusammenzuquetschen oder sollte man nicht eher wieder Anreize zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohnqualität in den Regionen schaffen wo ausreichend Wohnraum vorhanden ist?

Der Hintergrund ist doch der der bei E-Mobilität für die Industrie auch fehlt. Ewig reden, heute so, morgen anders, Entscheidungen aufschieben bis es nicht anders geht. Was es bei Schaffung von Arbeitsplätzen oder Umstellungen wie E-Mobilität braucht ist schlicht auch eine gewisse Planungssicherheit. Es wird auch für die deutsche Autoindustrie problemlos realisierbar sein, da reden wir aber über Milliardeninvestitionen. Die wird aber keiner leisten wollen in Zeiten wo rechte Parteien denen Umwelt und Co. völlig am Allerwertesten vorbeigehen derart erstarken und überhaupt nicht klar ist ob es tatsächlich dazu kommt dass ab 20XX nur noch E-Autos verkauft werden dürfen, der CO2-Ausstoß um y% gesenkt werden muss oder was auch immer.

Die rosaroten Brillen sollte man mal absetzen. Ein Wirtschaftsunternehmen will und muss Geld verdienen. Wenn man von Autoherstellern erwartet riesige Summen in E-Mobilität zu stecken muss auch die Perspektive da sein damit Geld zu verdienen. Wer etwas anderes erwartet sollte aufhören zu träumen. Er handelt in seinem privaten Umfeld nicht anders.

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 11.10.2018 19:31:32
1
2691352
Zitat von Allesgenauwissenwollender Beitrag anzeigen
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
[...]


Ist sie das? Günstige Wohnungen gibt es in D zu genüge, die sind halt nur nicht in den angesagten Großstädten. Viele ländliche Regionen überaltern und sterben regelrecht aus, in den Städten knubbeln sich zu viele und man hat nicht ausreichend Wohnraum auf dem engen Raum.[...]

Aha, wo denn? In MV? Keine Ahnung, was da ausstirbt.... guck mal nach BaWü... da gibt's kein "Land" mehr.
Passt irgendwie auch nicht dazu, dass selbst die letzten Käffer hier mehr und mehr Einwohner bekommen. Sieht man schon an diesen Neubaugebieten. Und den horrenden Preisen, selbst für unsere Verhältnisse am Popo der Welt.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 11.10.2018 19:57:02
1
2691360
Zitat von Phil a.H. Beitrag anzeigen
Zitat von Allesgenauwissenwollender Beitrag anzeigen
[...]

Aha, wo denn? In MV? Keine Ahnung, was da ausstirbt.... guck mal nach BaWü... da gibt's kein "Land" mehr.
Passt irgendwie auch nicht dazu, dass selbst die letzten Käffer hier mehr und mehr Einwohner bekommen. Sieht man schon an diesen Neubaugebieten. Und den horrenden Preisen, selbst[...]


Du musst nichtmal in "den Osten" gehen. In Niedersachsen gibt es eine Menge Dörfer in denen kaum noch jemand wohnen möchte. Alles (was ich kenne) was mehr als so 30 Minuten Fahrtzeit von einer größeren Stadt entfernt ist, steht teilweise leer.
Im Harz kannst Du sehr billig Häuser kaufen, auch mit großem Grundstück. Aber Arbeit gibt es da nur für Leute die sehr mobil sind oder online arbeiten können.
Selbst in z.B. Salzgitter gibt es ganze Stadtteile voller leerstehender Wohnungen.

Grüße
Martin

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 12.10.2018 00:22:02
5
2691438
Zitat von Allesgenauwissenwollender Beitrag anzeigen
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
[...]


Ist sie das? Günstige Wohnungen gibt es in D zu genüge, die sind halt nur nicht in den angesagten Großstädten. Viele ländliche Regionen überaltern und sterben regelrecht aus, in den Städten knubbeln sich zu viele und man hat nicht ausreichend Wohnraum auf dem engen Raum.[...]


Die Wohnungsbaupolitik hat nicht zu günstigen Wohnungen geführt.
Die Attraktivität des Standorts/Quartiers und der Standard der jeweiligen Wohnung sind die bestimmenden Faktoren.

Neubau-Sozialwohnungen zu bauen ist seit Langem unattraktiv.

In Bälde fallen die letzten mietpreisgebundenen Wohnungen aus der Mietpreisbegrenzung.

Als Fehlentscheidung nach der Finanzkrise wurde der überwiegende Anteil an kommunalen Wohnungen z.T. an Heuschrecken verscherbelt.
Nun verkommt der Bestand.

In Ballungsgebieten werden Menschen, die seit Jahrzehnten in ihrer Wohnung lebten, unter dem Deckmantel der energetischen Sanierung, durch danach geforderte Horrormieten, aus ihrem Lebensmittelpunkt getrieben.

Das alles ist wohl kaum ein Zeichen von gelungener Politik.

In Sachen E-Mobilität ist das bisherige Ergebnis auch alles andere als beachtenswert.

Den Autobossen den roten Teppich auszulegen und ein absolut schwachsinniges "Förderprogramm" der Autoindustrie als grossen Wurf verkaufen zu wollen, das ist die "Leistung" der aktuellen Regierung.

Die lächerlichen "Prämien", die überwiegend unter den bisher gewährten Rabatten liegen, sind reine Volksverdummung.

Angeblich "dreckige" Diesel (Gase haben nichts mit Dreck zu tun) durch dreckige Benziner (Direkteinspritzer ohne Partikelfilter sind echte Dreckschleudern), mit höherem Verbrauch = mehr CO2, zu ersetzen, das ist mehr als nur ein Schildbürgerstreich.

Es ist der produktionsbedingte, energetische Irrsinn. Anstatt ein Fahrzeug möglichst lange, ob den dafür benötigten Ressourcen und des Energieaufwands, zu nutzen, sollen nun neue Autos produziert werden.
Umweltschonung? "Konjunkturprogramm" für Firmen die jedes Jahr Milliardengewinne einfahren und bis zum heutigen Tage betrügen.

Staat und Autoindustrie haben wieder ein mal eine Chance vertan. Das letzte bischen Glaubwürdigkeit wurde verspielt.

Gruss
Frank F.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 12.10.2018 08:52:29
1
2691488
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Es ist der produktionsbedingte, energetische Irrsinn. Anstatt ein Fahrzeug möglichst lange, ob den dafür benötigten Ressourcen und des Energieaufwands, zu nutzen, sollen nun neue Autos produziert werden.


Ich muss Dir mal hundertprozentig zustimmen. Darum behalte ich auch meinen 13 Jahre alten Euro4-Diesel bis es echte Argumente dagegen gibt. Bei dem Vorgänger, einem Audi A6-Diesel blieb mir leider irgendwann keine andere Wahl, weil ich meine Eltern damit nicht mehr besuchen durfte. Als ich den vor 11 Jahren kaufte, dachte ich tatsächlich, mit grüner Umweltplakette kann mir nichts mehr passieren ...

Der Käufer des A6 war übrigens ein Hamburger, der meinte, die rote Plakette sei ihm egal, weil es da keine Umweltzonen gäbe ...

Grüße
Martin

Verfasser:
nightdancer
Zeit: 13.10.2018 12:58:18
1
2691821
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen


Zitat:
"Es kann wahnsinnig schnell gehen, dass das Bisherige plötzlich unten durch ist:

1. Der Flachbildfernseher hat die Röhre regelrecht pulverisiert.

2. Das Smartphone von Samsung und Apple hat Weltmarktführer Nokia aus dem Markt gefegt.

3. McDonald's gilt als Arme-Leute-Essen, spätestens seit es auf edel gemachte Burger-Restaurants wie Hans im Glück gibt.

4. Wegen Netflix und Kollegen macht sich das lineare Unterhaltungsfernsehen langsam Sorgen.

5. City-Einkaufszentren mit Foodcourt sind längst die neuen Warenhäuser.

To be to continued ...





Alles von dir aufgezählte, hat/hatte einen deutlichen Benefit für den Kunden gegenüber dem abgelösten Produkt. Nr. 5 wird in den USA gerade vom Internethandel abgelöst.....

Das E-Auto hat einen derzeit überhaupt keinen Benefit. Hier wird nachwievor das E-Auto schön geredet. Es ist ein Nischenprodukt.
Ich würde gerne ein E-Auoto in meinen Fuhrpark aufnehmen, leider ist das als Gewerbetreibender wirtschaftlich nicht darstellbar sondern ein Kostengrab.
Dagegen sind meine Erdgasfahrzeuge echte Sparbüchsen.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 13.10.2018 13:24:30
2
2691826
Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 13.10.2018 13:55:06
3
2691833
Zitat von nightdancer Beitrag anzeigen
Ich würde gerne ein E-Auoto in meinen Fuhrpark aufnehmen, leider ist das als Gewerbetreibender wirtschaftlich nicht darstellbar sondern ein Kostengrab.
Dagegen sind meine Erdgasfahrzeuge echte Sparbüchsen.


Das wird wohl so sein. Ein Erdgasauto ist ja auch deutlich sauberer als ein Benziner oder Diesel, so dass das auch gerechtfertigt ist. Auf lange Sicht aber ist Erdgas keine Lösung für die Mobilität.

Die derzeitige Steuerbefreiung für Erdgas ist angesichts der Verfügbarkeit von E-Autos eigentlich schon jetzt nicht mehr seriös begründbar. Es muss eine Steuer her, die unmittelbar mit der Umweltverschmutzung korreliert, und das bedeutet, dass die Steuer auf Erdgas um die 50 bis 60 Cent je kg betragen müsste, wenn die auf Benzin gleich hoch wie jetzt bleiben soll. Da rechnet sich Dein Erdgasauto aber schon heute kaum noch gegenüber dem Elektroauto.

Auf lange Sicht müssen Elektroautos entweder deutlich billiger werden als heute, oder fossile Verbrenner müssen teurer werden. Dass E-Autos billiger werden ist zwar wahrscheinlich, aber falls das nicht geschieht, dann muss die Steuer auf alle fossilen Treibstoffe - also auch auf Erdgas - ganz massiv erhöht werden. Das sauberste Auto muss auch das in der Gesamtkostenrechnung preiswerteste sein.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 13.10.2018 17:19:48
2
2691875
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Dass E-Autos billiger werden ist zwar wahrscheinlich, aber falls das nicht geschieht, dann muss die Steuer auf alle fossilen Treibstoffe - also auch auf Erdgas - ganz massiv erhöht werden.

Dann aber bitte auch die Steuer auf Öl, Gas und Kohle zur Verstromung im gleichen Maße erhöhen. Allerdings wird der Strom für alle dann erst einmal noch teurer und das E-Auto wahrscheinlich gegenüber dem Verbrenner wieder unwirtschaftlich.

Grüße
Martin

Verfasser:
nightdancer
Zeit: 13.10.2018 17:30:26
1
2691880
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Das sauberste Auto muss auch das in der Gesamtkostenrechnung preiswerteste sein.


Richtig und das ist absehbarer Zeit (Zeitraum 5 Jahre) eben nicht gegeben.
Nischenprodukt eben.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 13.10.2018 23:44:41
2
2691943
somit haben wir nightdancer als lausigen Lobbyisten identifizieren können.

Schon heute sind e-cars in vielen Fällen Sieger bezüglich total costs of ownership.

Spätestens 2020 wird das gar keine Diskussion mehr wert sein...

LG jogi

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.10.2018 10:20:44
1
2692006
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Dann aber bitte auch die Steuer auf Öl, Gas und Kohle zur Verstromung im gleichen Maße erhöhen.


Aber sicher doch. Aber Strom wird bereits stark besteuert, so dass es mehr als fraglich ist, dass die Steuer noch erhöht werden muss. Benzin wird derzeit mit einer Energiesteuer von ca 7 ct/kWh Energiegehalt besteuert, die gesamte Steuerlast beträgt knapp 10 ct/kWh. Beim Strom beträgt der Steueranteil sogar 51%, also um die 13 ct/kWh.

Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen

Allerdings wird der Strom für alle dann erst einmal noch teurer und das E-Auto wahrscheinlich gegenüber dem Verbrenner wieder unwirtschaftlich.


Nöö, bei 40% Anteil EE wirkt sich die CO2-Steuer auf Strom aus fossilen Quellen schon deutlich geringer aus. Wichtiger aber: der Strom wird jedes Jahr sauberer, und für die Wirtschaftlichkeit des E-Autos über seine Lebensdauer ist deshalb noch nicht mal der aktuell schon hohe EE-Anteil beim Strom relevant, sondern der mittlere EE-Anteil über seine Lebensdauer. Das wären bei einem heute gekauften E-Auto vermutlich schon über 50%.

Dazu kommt das Interesse der Gesellschaft an einer zukünftig sauberen Mobilität. Selbst wenn das E-Auto heute nicht sehr viel sauberer ist als ein Benziner, so wird es das in 30 Jahren ganz sicher sein, während beim Benziner im Grunde kaum Verbesserungen erwartbar sind. Da muss also für das E-Auto noch ein zusätzlicher Bonus greifen.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.10.2018 10:52:08
1
2692015
Zitat von nightdancer Beitrag anzeigen
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
[...]


Richtig und das ist absehbarer Zeit (Zeitraum 5 Jahre) eben nicht gegeben.
Nischenprodukt eben.


Ja, sicher. Es wird ja auch keiner gezwungen, E-Autos zu kaufen, und Du stehst mit Deiner Flotte von Erdgasautos ja auch nicht am Pranger. Aber man darf halt nicht übersehen, dass der Vorteil des Erdgasautos auf einer sehr unfairen Besteuerung von Strom beruht. Würde Erdgas pro kg CO2-Ausstoß genauso besteuert wie Strom, so müsste es mindestens 50 ct/kg teurer sein. Und damit wäre Dein wirtschaftlicher Vorteil auch komplett perdü.

IMO musst Du damit rechnen, dass sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren die Besteuerung der Energienutzung drastisch verändern wird. Und das bedeutet, dass Du Dir so langsam Gedanken darüber machen solltest, ob Du nicht doch rechtzeitig auf Elektromobilität umsteigst, um dann nicht plötzlich im Regen zu stehen. Die 5 Jahre, die Du in die Zukunft blickst, sind ja gerade mal 1/3 der Lebensdauer eines Autos.

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 14.10.2018 14:18:15
1
2692071
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Aber sicher doch. Aber Strom wird bereits stark besteuert, so dass es mehr als fraglich ist, dass die Steuer noch erhöht werden muss. Benzin wird derzeit mit einer Energiesteuer von ca 7 ct/kWh Energiegehalt besteuert, die gesamte Steuerlast beträgt knapp 10 ct/kWh. Beim Strom beträgt der Steueranteil sogar 51%, also um die 13 ct/kWh.

Soweit ja, aber: Die kWh Strom mit der kWh Primärenergie zu vergleichen, sind eben zwei Paar Schuhe.
Ein E-Auto braucht zwar nur ein Äquivalent von 0,xy Litern Benzin, doch der Vergleich hinkt leider.

Aber lassen wir mal die Primärenergie Primärenergie sein. Geld muss halt rein, und wenn aufgrund der E-Mobilität weniger davon kommt, wird irgendwas gemacht. Wie das klassische "Amen in der Kirche" ist das recht wahrscheinlich.
Um das aufzuschieben, schürt man in D eben Panik bzgl. E-Mobilität.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.10.2018 14:48:20
0
2692078
Zitat von Phil a.H. Beitrag anzeigen
Soweit ja, aber: Die kWh Strom mit der kWh Primärenergie zu vergleichen, sind eben zwei Paar Schuhe.


Ja, im Prinzip hast Du ja recht. Allerdings ist auch Benzin keine "Primärenergie". Der "Well-to-Tank" Wirkungsgrad beim Benzin liegt heute bei ca 80%. Tendenz wg aufwändigerer Erschließung (z.B. Teersande) stark sinkend.

Ich würde das alles komplett ignorieren und alleine auf die Schadstofflast pro Energieeinheit besteuern. Wenn wir uns auf CO2 konzentrieren, dann liegt der Wert für Strommix im Netz heute bei 500 gr/kWh, der für Benzin bei 250 gr/kWh. Bei der Gesamtbetrachtung von der Quelle bis zum Verbrauch dürfte sich das nur noch geringfügig zugunsten des Stroms verschieben.

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 15.10.2018 11:28:39
0
2692265
Die Akkus von E-Autos halten nur max. 50.000 km und überhaupt sind das anfällige Kisten ;-)

Zitat:

"AUTO BILD-Leser Kai von Häfen ... legte mit seinem Zoe innerhalb von drei Jahren 100.000 Kilometer zurück. Mittlerweile sind mehr als 150.000 Kilometer zusammengekommen, ein Ende ist nicht abzusehen. Probleme gab es keine, nur etwas Verschleiß wie Bremsklötze und Achsgelenke."

DAS wäre mit einem Verbrenner nicht passiert. Ölwechsel, Bremsscheiben und Zahnriemen wären mindestens noch dazu gekommen.
Inspektionen beim E-Auto kosten nur einen Bruchteil. Die 1. Inspektion unseres ZOE hat keine 60 Euro gekostet.

Gruss
Frank F.

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