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Überdruckventil berechnen
Verfasser:
scottie
Zeit: 03.03.2018 00:15:00
0
2622717
Hallo an alle Forenteilnehmer,
es geht um eine Anlage, die erweitert wurde, (das Haus bekam eine weitere Etage) und seit einigen Jahren in dieser Form besteht. Die Brennwerttherme Junkers Cerasmart ZWB 7-26A23 hängt im 1.OG.
Im Keller befindet sich ein Überdruckventil, etwa 5 Meter tiefer als die Therme.
Dieses Ventil lässt seit einiger Zeit Wasser ab, nachdem nachgefüllt wurde.

Im Einzelnen passiert folgendes: Druckanzeige in der Therme steht kalt auf 1 Bar (also dem untersten Limit) und bei 75°C Vorlauftemp. auf ca. 1,6 Bar.
Um etwas Druckreserve zu haben fülle ich auf, bis die Anzeige an der Therme kalt auf ca. 1,5 Bar steht, bzw. heiß auf etwa 2 Bar. Vertragen würde die Therme bis 3 Bar.
Wenn die Heizung läuft, lässt dann das Ventil im Keller Wasser ab, so dass später im kalten Zustand die Anzeige in der Therme wieder grade auf 1 Bar steht. Etwas Druckreserve geht also nicht.
Ich vermute, dass das Ventil im Keller defekt ist und möchte es austauschen. Für welchen Druck sollte es ausgelegt sein? Die Therme verträgt heiß max. 3 Bar, hat aber auch noch ein eigenes Ventil.
Da der Höhenunterschied zum Ventil im Keller 0,5 Bar entspricht, liege ich mit 3,5 Bar für das Ventil im Keller richtig?

Schon mal vielen Dank im Voraus für alle Antworten!

Verfasser:
micha_el
Zeit: 03.03.2018 11:48:10
3
2622878
das hört sich stark danach an, dass im Membranausdehnungsgefäss keine/zu wenig Luft/Stickstoff vorhanden ist und es deswegen die Volumenänderungen nicht mehr ausgleichen kann, der Druck steigt und das Ventil dann abbläst.

Teste mal den Vordruck des Ausdehnungsgefässes und ob da überhaupt noch eine Gasfüllung drinnen ist.

https://www.haustechnikdialog.de/SHKwissen/957/Membrandruckausdehnungsgefaess
https://www.haustechnikdialog.de/SHKwissen/172/Kappenventil-Schnellkupplung

Verfasser:
scottie
Zeit: 05.10.2018 14:04:38
0
2689125
Hallo,
nochmals danke für die schnelle Antwort!
Es hat bei mir etwas gedauert, aber im Sommerbetrieb läuft die Anlage auch ohne Probleme.
Ich habe gerade die Anlage leer gelassen und das MAG überprüft.
Es ist noch Luft oder Stickstoff vorhanden.
Wenn ich den Artikel über die MAGs richtig verstanden habe, muß ich den Druck im MAG auf 1 bar bringen, und zwar im leergelassenen Zustand, also ohne dass das Wasser von der anderen Seite gegen die Membran drückt, richtig?
Ich habe zur Sicherheit auch ein Überdruckventil (3 bar) gekauft, ich kann an dem vorhandenen Ventil aber keine Druckangabe finden.
Kann ich das 3 bar - Ventil problemlos einbauen, auch wenn das alte Ventil evtl. weniger hatte?
Oder soll ich besser doch das alte drin lassen?

Gruß

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 07.10.2018 12:38:16
0
2689699
Ich bin kein HB, aber eine Heizung muss immer 3 bar aushalten, hält sie auch i.d. R., insoferne ist das neu gekaufte Überdruck-Sicherheitsventil nicht verkehrt.

Das MAG soll den Überdruck ausgleichen,also darf der Druck im MAG nicht unter dem Normalwert bei Betrieb liegen. Wenn also der Druck im kalten Zustand der Heizung bei 1.5 bar liegt, fülle bitte das MAG auf den gleichen Druck auf.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 07.10.2018 13:12:16
2
2689707
Ich frage mich, was das Überdruckventil 5 m tiefer für einen Sinn hat.

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 07.10.2018 15:11:54
0
2689756
Habe ich mich zuerst auch gefragt.
Aber: die Therme hängt im 1. Stock und vielleicht hat er im Keller Heizkörper, sodass der tiefste Punkt (5 m tiefer) und gleichzeitig der höchste Druck dort ist. Deswegen hat der Erbauer der Anlage es vielleicht dort installiert.
er hätte es aber genau so gut im 1. Stock einbauen können, die 0.5 bar Unterschied machen das Kraut nicht fett

Verfasser:
OldBo
Zeit: 07.10.2018 15:16:56
1
2689757
Nix genaues, weiß man nicht. Wie soll man da weiterkommen?

Verfasser:
scottie
Zeit: 07.10.2018 22:42:32
0
2689875
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es im EG einen Festbrennstoffkessel gibt.
Das MAG im Keller mit Manometer und Sicherheitsventil sind, ebenso wie der Festbrennstoffkessel und 3 Heizkörper im EG, Teile der alten Anlage.
Im neuen OG kamen dann die Therme und weitere Heizkörper hinzu.
Beide Anlagenteile sind über einen 3-Wegehahn im Vorlauf verbunden.
Gesteuert wird dieser elektrisch von einem Fühler im Abgasrohr des Kessels im EG.
Wird der Kessel geheizt, schaltet die Therme auf Sommerbetrieb, der 3-Wegehahn öffnet den Vorlauf vom Kessel Richtung Kreislauf und die Pumpe am Kessel fängt an zu arbeiten. Wenn der Kessel ausgeht weil kein Brennstoff nachgelegt wird, läuft die Heizung automatisch wieder über die Therme. WW geht immer über die Therme.
Zwischen Kessel und Pumpe sitzt noch ein Ventil, das das Wasser nur in eine Rchtung durchlässt.
So, ich glaube, das war jetzt der Aufbau im Wesentlichen:).

Die Kombination 3-Wege- und 1-Wegventil (heißt das so?) führte übrigens dazu, dass ich nicht weiß, wieviel Druck auf dem MAG im leergelassenen Zustand der Anlage wirklich war, da auf dem Anlagenteil mit MAG und Überdruckventil noch Druck vorhanden war. Das bemerkte ich aber erst, nachdem ich schon Luft ins MAG gepumpt hatte. Den trotz Leerlassen noch vorhandenen Druck in diesem Abschnitt erkläre ich mir dadurch, dass er sich zwischen diesen beiden Ventilen befindet.

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 08.10.2018 20:11:34
0
2690181
Jetzt wirds kompliziert.

Verfasser:
scottie
Zeit: 08.10.2018 20:41:45
0
2690194
Ich könnte auch eine Skizze anfertigen, wenn das hilfreich ist.

Ich denke, das MAG hat man nur deshalb im Keller montiert, damit es nicht in der Wohnung untergebracht werden muß. Auch die Leitungen für die Heizkörper im EG hängen unter der Kellerdecke, war wohl am einfachsten, sie dort zu verlegen.
Natürlich sind sie gedämmt. Heizkörper im Keller gibt es bisher nicht.

Die Anlage lief schon mehrere Jahre ohne Probleme, der beschriebene Fehler tritt erst seit der letzten Heizperiode auf.

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 09.10.2018 07:20:04
0
2690273
Hallo

es gibt eine Vorschrift DIN EN 12828 Sicherheitstechnische Ausrüstung von Wärmerzeugungsanlagen.

Also erstens überprüfen, ob beide WE entsprechend abgesichert sind.
Dann welches SV der obere WE hat und dann das unter SV unter Berücksichtigung der Höhendifferenz und des zulässigen Anlagendruckes auswählen.

Aber vorher beide MAG's überprüfen, ob ausreichend "Luftpolster" vorhanden ist.

ciao Peter

Verfasser:
OldBo
Zeit: 09.10.2018 08:18:35
3
2690296
.... und die Vordrücke der beiden MAG's müssen der jeweiligen statischen Höhe angepasst und mit den Wärmeerzeugern unabsperrbar verbunden sein.

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