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Sanierung mit KFW150/151 zu KFW55, WP, Heizlastproblem
Verfasser:
Axelmvsn
Zeit: 15.03.2018 12:39:43
0
2628995
Info Vorab: Diesen Beitrag verfolge ich auch: http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/201748/Altbau-energetische-Sanierung-WP-PV

Hallo Forummitglieder,

ich habe ein altes Haus gekauft (mind. 100 Jahre lt. meinem Vater) und dieses wird nun von Grund auf saniert und befindet sich in völlig entkerntem Zustand, auch ohne Fußboden.

Ziel ist ein KFW 55 Haus (Ich stelle mich nicht hin und sage, dass das definitiv erreicht wird aber ich hoffe, den Zuschuss von 27.500€ abgreifen zu können). Ich habe also das energetische Sanieren – Programm von der KfW 150/151 und auch einen Energieberater mit im Boot.

Ich habe in vielen Bereichen fachkundige Unterstützung aber beim Thema Heizung habe ich doch etwas Befürchtungen, weil ich mich da auf die Gewerke verlassen muss.

Ich liebäugle aktuell mit einer NIBE Erdwärmepumpe und es soll die F1255-8 oder -12 werden. Das soll hier aber auf keinen Fall ein Herstellthread werden! Aktuell soll es Tiefenerdwärme sein. Da ich mir aber auch über die Kosten Gedanken machen muss, ziehe ich auch einen Flächenkollektor in Betracht.

Mein Problem ist, dass ich 3 Heizungsbauer (inkl. Sanitär) mit 8KW-Wärmepumpen habe (Buderus, Viessmann, Solvis, je ca. 45.000€) und einen mit 12KW (NIBE, ca. 55.000€). Nun weiß ich nicht, in wie weit da jeder seine Hausaufgaben für die Angebote gemacht hat aber ich als Laie habe nun Panik, dass ich – falls ich mich für einen 8KW Anbieter entscheiden sollte – gar nicht mit der Heizlast hinkomme.

Fußboden:

1. Kein Keller
2. Feldsteinfundament
3. Fußboden wird für den Aufbau so weit wie nötig ausgeschachtet. In die Tiefe stört nicht.
4. UG-Fußboden (ca100m²) = Noppenbahn, 16cm Unterbeton, Schweißbahn, 8cm WLG035 + 8cm WLG035 + 4cm WLG024 (oder kleiner), Klebefolie, 17x2 FBH getackert, 7cm Estrich.
5. Die Decke im UG wird ca 25-30cm abgehängt, und auch als Installationsebene genutzt. Wird aber nicht zwingend gedämmt. Darüber befindet sich eine ca. 25cm Lehmdecke. Die Deckenhöhe im UG soll nach dieser Maßnahme ca. 2,50m betragen
6. Im OG wollte ich eigentlich Trockenaufbau verwenden. Andere sagen, dass Estrich schon besser ist. Ein Statiker prüft, ob Estrich machbar ist.

Außenwände:

1. Die Wandstärken schwanken zwischen ca. 35 oder 50cm. Es scheint eine Luftschicht vorhanden zu sein. Es muss aber geprüft werden, ob dies auch rundherum der Fall ist.
2. Der Energieberater sieht 160mm Dämmung vor. Es soll Steinwolle werden.
Dach (Krüppelwalm):
1. Die Balken sind leider nur 12,5cm x12,5cm
2. Deshalb soll eine 120er Zwischensparrendämmung erfolgen und eine 140er Aufsparrendämmung (Beides Holzfaser)
3. Ein Statiker prüft, ob die Sparren das Gewicht halten (Ziegel, OSB, Gips, Dämmung, Dämmung, Latten waren bei rund 100KG/m² (Selbst errechnet))
4. Das Dach wird auf 80m² bis in die Dachspitze offen gelassen.

Fenster/Türen:
1. Rundum neue Fenster 3-fach-verglast


Zum Problem: Ich habe das Gefühl, dass ich grade in Bezug auf die Heizung viel zu viel gehört habe und halt keine Ahnung habe, um das zu verarbeiten. Und jetzt frage ich hier und werde noch 5 Meinungen hören.

Auch wenn ich schon von Informationen erschlagen bin, wollte ich zumindest doch noch einmal fragen ob ihr aus den wenigen Informationen für so ein ganzes Haus trotzdem sagen könnt, ob:

- Das ganze Dämmpaket EINE plausible Lösung ist (unter bestimmt 20 anderen möglichen Varianten)
- Ob irgendwas völlig verplant ist
- Ob jemand im Groben was zur Heizlast sagen kann. Vielleicht nur, ob 12 KW völlig überzogen sind oder 8KW auf jeden Fall zu wenig
- Ob man vielleicht von dem Ziel KFW55 oder gar KFW70 abrücken sollte, weil es finanziell keinen Sinn macht. Aber wie gesagt, es besteht ein Rohbau, der alle Möglichkeiten zulässt.
- Und falls eine NIBE-Experte hier sein sollte: Ob ich einen Import aus Schweden durch die KFW kriege (Habe da was gelesen, dass für den deutschen Markt etwas anders ist und das auch die Garantie so eine Sache sein soll)


Viele Grüße und Danke für eure Hilfe

Axel

Verfasser:
Entropie
Zeit: 15.03.2018 13:15:08
0
2629009
Ist eine (raumweise) Heizlastberechnung vorhanden, wieviel m², HT-Wert vorhanden?

Verfasser:
Reggae
Zeit: 15.03.2018 13:29:25
0
2629013
Ich würde mal raten das dies bis ca 300m2 reicht ☺

Gruß Reggae

Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.03.2018 13:31:10
1
2629014
Gibt es einen EnEV-Ausweis für den Zustand nach Sanierung?
Auf welcher Basis wurden die Heizungen angeboten?
Wie groß ist die Wohnfläche?

Zum Betonboden UG. (eigentlich EG. oder?) würde ich mir mal die
"Schwedenplatte" anschauen.

Hast Du überlegt, in die abgehängte Decke eine Lüftungsanlage
mit Wärmerückgewinnung einzubauen?

Zum Kollektor: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/
Wird im Forum planerisch unterstützt.

Wurde geprüft, ob man die Sparren nicht besser aufdoppeln könnte?
Das wäre eine leichte Lösung, die man mit einer dünnen Holzfaser-
platte aussen mit Zelluloseflocken ausblasen lassen könnte:
http://daemmraum.de/

Grüsse

winni

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 15.03.2018 13:38:41
0
2629018
@ Themenstarter

Heizlastberechnung durch jemanden mit Sachkunde machen lassen und gut ist's.

Aus der Ferne kann hier auch niemand hellsehen, welche Heizlast deine Hütte künftig hat.

Verfasser:
Axelmvsn
Zeit: 15.03.2018 14:40:48
0
2629050
Vielen Dank für die Antworten!

Das EG hat ca. 102qm.
Das OG hat ca. 108qm (Mehr Fläche oben, weil fast keine Innenwände).
Das Haus besteht aus einem etwas flacheren Anbau und dem "Haupthaus" Die ca 75-80qm vom "Haupthaus" werden bis in die spitze offen gelassen.

Die Berechnungen wurden - vermutlich - über die QM und die U-Werte vom Energieberater errechnet.

ENEV-Ausweise frage ich mal an, habe aber noch keinen.

Das mit dem Grabenkollektor ist absolut interessant und wird weiter verfolgt.

Ebenfalls das mit der Schwedenplatte. Machen die das auch bei Sanierungen? Theoretisch ist der Aufwand ja fast niedriger, weil nicht geschalt werden muss. Theoretisch. Ging es dir nur um den Aufbau der Schwedenplatte oder wolltest du mir auch den Anbieter nahelegen?

Das mit der Einblasedämmung ist gewichtsmäßig sicher interessant aber ich steh persönlich sehr auf Schallschutz. Und mein Laienwissen sagt, dass das am besten über Holzfaser erreicht wird auf Grund der Dichte. Da das Dach auch neu gedeckt wird erschien mir das eigentlich als gute Lösung?

Grüße

Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.03.2018 15:11:10
0
2629067
Aus dem EnEV-Ausweis wäre hauptsächlich der H,t Wert interessant.
Die anderen Grössen für diese ausreichend genaue Heizlastabschätzung:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html
kanst Du Dir auch selber leicht ermitteln.

Ob die Schwedenplattenanbieter auch Sanierung machen, weiss ich
nicht. Es ging mir um das Prinzip, die Bodenplatte auf Dämmung
anzuordnen und auf den Estrich zu verzichten. Einfach vom Aufbau
und die ganze Betonplatte wird als Wärmespeicher erschlossen.
Mit dem Anbieter habe ich nichts zu tuen, ausser das da mal 2 Mann
von denen in unserem Gästeapartment übernachtet haben . :-)

Die Holzfaserplatte wiegt mehr, aber Du könntest innen eine 22 mm OSB-
Platte anordnen, was dann gewichtsmässig gleich wäre, die auch die
Dampfbremse ersetzen kann und für den Hitzeschutz von Vorteil wäre,
weil die Masse innen angeordnet wäre. Den Vorteile der Einblass-
dämmung sehe ich in der sicher lückenlosen Einbringung und auch gutem
Hitzeschutz.

Grüsse

winni

Verfasser:
Axelmvsn
Zeit: 23.03.2018 13:32:15
0
2632486
Hallo,

ich konnte nun den ENEV-Ausweis bekommen.

Der gewünschte HT-Wert ist 0,25 W/(m²K).

Kann man damit weiteres zum Vorhaben sagen?

Grüße

Verfasser:
winni 2
Zeit: 23.03.2018 13:52:02
0
2632493
Das ist ein guter H,t Wert, mit dem Du mit den meisten Neubauten
auf Augenhöhe bist oder besser...

Im EnEV-Ausweis kannst Du auch die restlichen Werte für diese
ausreichend genaue Heizlastabschätzung finden:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html

Grüsse

winni

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