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Planung Ringgrabenkollektor und Heizlast
Verfasser:
lefloe
Zeit: 21.06.2018 09:00:38
0
2656337
Hallo zusammen,
wir bauen ein EFH und sind gerade an der Heizungsplanung. Da wir auf unserem Grundstück keine Tiefenbohrung machen dürfen, was bisher der Plan eine Luft/Wasser-WP zu nehmen. Vor kurzem bin ich jedoch über den Ringgrabenkollektor gestolpert und bin ziemlich begeistert!

Allerdings kommen da einige Fragen auf.
Erstmal ein paar Eckdaten zum Haus:
Wohnfläche: 240 m²
Keller: 130 m²
beheizte Fläche: 340 m²
zentrale KWL mit WRG

Gebäudenutzfläche: 457 m²
Volumen V-e: 1428 m²
Hüllfläche A: 807,67 m²
Transmissionswärmeverlust H'T: 0,269 W/m²K
Primärenergiebedarf: 26,96 kWh/m²a

Grundstück_Trenchplanner

1. Der Energieberater hat folgende Werte (jährlicher Bedarfermittelt):
Heizung: 14728 kWh, Warmwasser: 9347 kWh
Sein Programm hat dann eine Luft/Wasser-WP mit 17,2 kW Leistung vorgeschlagen
Die Leistung der WP kommt mir erstmal sehr hoch vor.
Wenn ich die Werte in den Rechner von Trenchplanner eingebe kommt eine Heizleistung von 9,1 kW raus. Das würde doch bedeuten, dass ich eine WP mit einer Leistung von ca. 9 kW bräuchte, oder?
Oder muss der Kollektor die Leistung liefern und die WP eine andere? (sorry für die dummen Fragen)

2. Unser Grundstück liegt am Hang, Keller ist auf Straßenniveau und der Gartenbereich soll dann bis auf EG-Niveau aufgeschüttet werden.
siehe Schnitt_Gelände
Jetzt könnte man auf dem freien Grundstück den Ringkollektor verlegen, was dann zur Folge hätte, wenn das Grundstück dann aufgeschüttet wird, dass der Kollektor im oberen Bereich 2m und im unteren Bereich 3-4m unter dem Fertigboden wäre.
Ist das ein Problem? Sollte der Ringkollektor immer gleich tief vergraben sein?

3. Habe ich auf unserem Grundstück überhaupt eine Chance eine Kollektor von 17 kW (sollte das tatsächlich notwendig sein) bzw 9kW zu verlegen?

Vielen Dank schonmal!

Viele Grüße,
Flo

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.06.2018 12:26:52
0
2656387
Hallo Flo,

schön, das Du den Grabenkollektor gefunden hast. Besonders an Deinem
kalten Standort ist das sicher besser, als eine Luftwärmepumpe.

Die Heizlast vom Energieberater darfst Du ruhig vergessen. Die Abschätzung
im Tool ist eine gute Basis. (Warmwasser 9347 kWh, oh Mann....)

Der Graben sollte auf die geschätzte Heizlast ausgelegt werden. Das be-
deutet aber nicht, das die Wärmepumpe diese Leistung braucht. Wenn Du
mutig bist, könntest Du Dir eine 6 kW einbauen lassen:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP
Die kleine modulierende Nibe F 1155 oder 1255, die bis auf ca. 7,5 kW
freigeschaltet werden kann, sollte hier reichen, denke ich.

Kannst Du mal noch Terrassen, Gartenwege und ähnliches in den Plan
zeichnen oder ist das Grundstück so verplanbar?
Aus Deinen Aufschüttungshöhen werde ich nicht schlau. Bitte auch im
Plan an verschiedenen Stellen eintragen.

Grundsätzlich sollte das machbar sein.

Grüsse

winni

Verfasser:
FranksBude
Zeit: 21.06.2018 12:44:45
0
2656393
Moin.
Ich komme zum gleichen Schluss.

Zur Info/zur Unterhaltung - die Entwicklung der angegebenen Heizlast bei unserem Haus war wie folgt:
Statiker/Enev: 18kW
Heizungsbauer: 12kW
Selbst berechnet mit u-wert.net: rund 7kW
Eingebaut: 7,5kW
In der Praxis benötigt: ca. 5kW
Der Heizstab für den Notfall einmal in zehn Jahren ist hier noch gar nicht berücksichtigt.

Viel Spaß!
Frank

Verfasser:
lefloe
Zeit: 21.06.2018 16:04:18
0
2656429
Hallo,
Danke für eure Antworten. Das beruhigt mich schonmal, dass ich mit meiner Einschätzung richtig lag, dass die ermittelte Leistung des Energieberaters viel zu hoch ist.

Ich habe den Plan noch um die geplante Terrasse erweitert sowie versucht ein paar Höhen einzuzeichnen:
Trenchplanner_Grundstueck

Zu den Aufschüttungshöhen:
Aktuell ist das Grundstück im Süden auf Straßenniveau (-3m), im Norden ca. auf Höhe des geplanten EG FFB (+0m). Das Grundstück ist also aktuell eine schiefe Ebene. Sieht man auch in diesem Schnitt am "Natürlichen Geländeverlauf.
Der FFB des Kellers wird später auch auf Straßenniveau sein und der Garten im Süden durch 2 Stützmauern (oder 1 Stützmauer direkt an der Straße + Böschung) auf die Höhe des EG FFB aufgeschüttet.

Sprich wenn ich jetzt die Kollektoren in 1,5m Tiefe verlege, später dann den Gartenbereich aufschütte, dann liegen die Kollektoren im Norden ca. 2m und im Süden bis 4,5m unter dem späteren Fertigboden (Gartenoberfläche). Ist das ein Problem?

Danke und viele Grüße,
Flo

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.06.2018 16:41:40
0
2656437
Nein gar kein Problem. Bringt mehr Leitung und bessere Möglichkeit
der passiven Kühlung im Sommer.

Ich würde meist nur ca. 1 Meter tief graben, das reicht völlig, ausser oben
im Norden und dazu auch die Kellergrube nutzen.
Z.B. so:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=S0dTOIYKkkPO2v3dEr7X

Durch die Aufschüttungen ist das ein relativ einfach zu realisierender
Graben, da wenig gebagggert werden müßte.

Grüsse

winni

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 21.06.2018 16:46:50
0
2656440
flo: im Beitrag von winnie schreibt er, 'er denkt' dass für Dein Haus eine Nibe mit einer Heizleistung von 3,15 kW (Nominalwert lt. Werksdatenblatt) ausreicht. Wenn ich ein neues Haus baue gehe ich aber davon aus dass ich Ratschläge bekomme die nachweislich zutreffen.
Wenn man berücksichtigt dass Du 340 m² (hallo Winnie) beheizt und er eine 3,15 kW Maschine vorschlägt komme ich ins Grübeln. (oder baustb Du ein Passivhaus, berechnet nach winnie's phpp)
Es wird darauf hingewiesen, dass man die WP 'hochjubeln kann' auf 7,5 kW (bei welchem COP-Wert, wenn man fragen darf? Dyarne hatte unlängst in diesem Zusammenhang eine Grafik von viessmann gepostet aus der hervorging, dass sich bei diesen Betriebszuständen der COP-Wert um mindestens 20 % verschlechtert - von Nibe scheints sowas nicht zu geben)
dann sollte man dem Bauherrn das sagen.
Du merkst aber, flo, ohne eine belastbare Heizlastberechnung eiert man in der Gegend rum.
Kurt

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.06.2018 16:58:04
1
2656443
Kurt,s Ausführungen kannst Du getrost in die Tonne hauen, zu der
Heizlast vom Energieberater. Nominalleistung hat bei einer
modulierenden Wärmepumpe wenig mit der Spitzenleistung zu tuen.
Kurt kommt hier immer wieder mit dem Quark und ich werde auf das
weitere daher nicht schon wieder eingehen.
Hier wird überhaupt nicht geeiert...

So könnte es ohne Kellergrubenkollektor aussehen. Die 2,8 Meter
Tiefe bei C. + E. sind ca. Durchschnittswerte über den Verlauf. Du
müsstest oben also nicht so tief graben:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=gp8TwrzQQVNb7nGTL9Xf

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.06.2018 17:33:34
0
2656451
Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 21.06.2018 17:58:20
0
2656453
flo. ich mach Dir einen Vorschlag: nimm Deinen Taschenrechner, multipliziere die 340 qm zu beheizende Fläche mit einem Wert von 30 Watt/qm (schon ein ordentlicher Wert) und Du bekommst eine Heizlast von ca. 10,2 kW. Jetzt rechnest Du noch den Warmwasseranteil mit 200 W/Person (sagen wir 3 Personen werden enziehen) das sind 600. Insgesam also 10,8 kW.
Nun setzt Du winnies Standard-Nibe mit 3,15 kW dagegen - und Du siehst, meine Ausführungen waren sicher nicht für die Tonne. Sie gefallen winni nicht - ok. Für DICH sind sie aber relevant.
Kurt

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.06.2018 18:01:55
0
2656455
Sind sie nicht.
Die Heizlast ist festgestellt, die Nibe hat keine 3,15 kW Leistung...
:-)

Grüsse

winni

Verfasser:
crink
Zeit: 21.06.2018 18:32:01
0
2656460
Moin,

wieviele Personen werden einziehen? Ist eine Warmwasser-Zirkulation geplant? Regendusche? Whirlpool? Riesenwanne? Wie oft wird gebadet pro Woche?

Viele Grüße
crink

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 21.06.2018 18:46:35
0
2656461
crink die richtigen Fragen.
Winni stellt fest: 'die Nibe hat keine 3,15 kW Heizleistung'.
Lt. offiziellem Datenblatt (habe ich in Nürnberg auf dem Nibe-Stand bekommen) hat die 1155 eine ausgewiesene Heizleistung von 3,15 kW und - dami verbunden - einen COP-Wert von 4,72
Hast Du neuere Werksinfos oder wie kommst Du zu Deiner Äusserung?
Stell das wenigstens mal klar, wenn Du flo schon nicht das krasse Missverhältnis von Heizlast des Hauses und der Leistung der von Dir so sehr empfohlenen WP erklären kannst.
Kurt

Verfasser:
lefloe
Zeit: 21.06.2018 19:10:23
0
2656465
@winni: Danke für Pläne. Muss ich mir dann mal in Ruhe anschauen.

@Kurt: Danke, dass du deine Bedenken äußerst. Winni hat ja geschrieben, dass ich die kleine Nibe nehmen könnte wenn ich mutig bin. Aber deine Berechnung mit 30W/m2 zeigt ja auch schonmal, dass du auch eine WP mit weniger Leistung, nicht wie der Energieberater 18kW, für sinnvoll hältst, oder?.

@crink: Danke für deine Fragen... wir sind 4 Personen. Ja, eine Warmwasser-Zirkulation ist geplant. Sowohl im Kinderbad als auch im Elternbad ist eine "Regendusche" (runde Kopfbrause 300mm) geplant (16,5l/min bei 3bar). Zusätzlich eine Stabbrause. KEIN Whirlpool. Die Wanne wird 240l fassen. Die Kids baden in der Regel 2x die Woche (aktuell gleichzeitig im selben Wasser). Meine Frau evtl. 4x im Jahr. Ansonsten wird geduscht. Sonst noch Fragen? :)

Viele Grüße,
Flo

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 21.06.2018 19:34:58
0
2656470
richtig flo. wenn ich nähere Unterlagen hätte käme voraussichtlich - aufgrund Deiner Warmwasserideen - eine WP um die 10 bis 12 kW infrage (17 scheinen mir auch extrem übertrieben und nicht gerechnet - sowenig wie eine 3,15 kW-WP)
Tja, winni, jetzt hast Du nähere Infos vom Bauherren (die hättest Du dir VOR Deinen Ratschlägen einholen müssen) Wie siehst Du denn jetzt die neue Situation? Beibst Du bei der Nibe 1155?
Kurt

Verfasser:
FranksBude
Zeit: 21.06.2018 19:42:58
1
2656471
Die genannte Nibe ist modulierend, passt also ihre Leistung an. Die angegebene Leistung von 3,32kW bezieht sich auf den Bafa-Prüfpunkt(unbedingt über Förderung informieren!) B0W35 im 50Hz-Betrieb, bei dem ein COP von 4,86 gemessen wurde. Sie regelt aber je nach Einstellung von 1,5 bis 7,5 kW Wärmeleistung, bei höherer Quellentemperatur als 0°C geht die Leistung noch höher. Auch hier wieder als Anhaltspunkt: Unsere 7,5kW Stiebel-WP gibt aktuell im WW-Betrieb rund 9,5kW ab.
Ich stimme Kurt zu, dass die Heizlast ordentlich bestimmt werden sollte - möglichst nach genauerer Passivhaus-Berechnungsart.

WW-Zirkulation sollte möglichst vermieden werden, das kostet bei WP viel Effizienz. Lieber ordentlich planen mit minimalen Leitungslängen. Für Wanne und Regendusche (Raindance?) solltest du einen größeren Speicher einplanen, aufgrund etwaiger Legionellenproblematik also einen Hygienespeicher oder eine Frischwasserstation. Alternativ einen DLE hinter einen Standardspeicher als "Nachbrenner".

Die Heizlast ist die nötige Leistung bei Auslegungstemperatur über mehrere Tage ohne Komfortverlust und ohne Heizstabeinsatz - braucht man also fast nie.

Gruß
Frank

Verfasser:
mdonau
Zeit: 21.06.2018 19:58:57
0
2656472
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.06.2018 20:00:26
1
2656473
Jetzt mal langsam ... hab gerade mal in das Tool von @crink oben genannte Daten und 4 Personen Trinkwassererwärmung sowie zentrale KWL eingegeben ... bei -12°C NAT wären es 8181 Watt und bei -14°C NAT dann 8653 Watt!

In beiden Fällen wäre die F1155-6 vermutlich monovalent ein wenig sehr knapp!

Frage nun ... ist der H't-Wert noch zu drücken ... oder muss die F1155-12 (3 bis 12kW) ran?

@DV-Gergen.
Bitte mal langsam im Zeitalter der modulierenden Wärmepumpen ankommen!
Die 3,15 kW thermische Verdichterleistung sind bei 50 Hz Frequenz gegeben ... mit dem Verdichter kann die F1155-6 bei Maximaldrehzahl definitiv 7,5 kW leisten!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.06.2018 20:00:53
1
2656474
Selbstverständlich bleibe ich bei der kleinen Nibe und extra noch mal
für Dich den Link:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP
Ist ja nicht ganz ausgeschlossen, das Du den vielleicht mal liesst oder
sogar verstehst...
Mal Franks Beitrag weiter oben gelesen und verstanden?

Frank, danke das Du die Leistung der Nibe erklärt hast.
Ich weiss nicht, wie oft das dem Kurt erklärt wurde, aber er kommt
immer wieder mit der 50 HZ-Leistung um die Ecke. Um diese Leistung
würde sich übrigens die allermeiste Heizarbeit in der Heizperiode ab-
spielen, aber auch das wurde schon versucht dem Werksvertreter zu
erklären.

Flo, ich finde solche "Regenduschen" ziemlich Energieverschwendung,
aber Dein Haus, Deine Entscheidungen.

Low, nein die ist nicht knapp, weil auch crinks Tool enthält keine internen
und solaren Wärmegewinne und wie sich die praktisch auswirken zeigen
dyarnes Messungen in einem strengen Winter in Österreich.
Die Auslegungstemperatur ist sogar - 16 Grad. :-)
Normalerweise wird die reale höchste Heizlast aber nicht bei dieser
Temperatur erreicht, sondern an schmudeligen, wärmeren Tagen.

Grüsse

winni

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.06.2018 20:19:13
0
2656475
Moin winni,

Du hast völlig Recht - hab's beste Beispiel mit unserer eigenen knapp 20 Jahre alten Hütte - sollten wir doch für die Beheizung der rund 250 qm beheizten Fläche des freistehenden Einfamilienhauses lt. damaligen Berechnungen des Ingeniörs bei -14°C NAT eigentlich mindestens 20 kW Heizleistung benötigen - in den letzten Jahren nun real aber lt. den Wärmemengenzählern kaum mal wirklich mehr als 7 kW erforderlich! 😉

Verfasser:
SMiak
Zeit: 21.06.2018 20:30:23
0
2656478
und bitte bedenkt, wenn ihr bei NAT die Fenster offen lasst, dann reichen auch bei Low nicht mal die 20 kW... :-)))

Schade, dass ein Heizungsbauer nicht gesetzlich zu Effizienz verpflichtet ist, aber würde auch nur mit einem bewussten Nutzer Sinn ergeben.

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 22.06.2018 08:43:27
0
2656548
low: Du sprichst von Luft-WP: da ist die Invertertechnik sicher angebracht und sinnvoll.
Bei erdgekoppelten WP gehen bekanntermaßen die Meinungen auseinander. Ich habe noch nie behauptet, dass die Inverter-Sole-WP nicht funktionieren würden. Über die WIRTSCHAFTLICHKEIT solcher Geräte im Alltagsbetrieb gibt es unterschiedliche Meinungen. Nun sind die Franzosen zu der Überzeugung gelangt, dass bei Erdwärmepumpen die teure Invertertechnik dem Verbraucher keine Vorteile bringt - deshalb werden sie auch in Frankreich nicht gebaut.
Noch nie habe ich die 7,5 kW Höchstleistung der besagten WP in Zweifel gezogen - ich beklage nur die Behandlung dieses Themas bzgl, Wirtschaftlichkeit.
Es wird doch wohl kein Mensch bezweifeln dass eine WP (z. B. F 1155-6) die vom Werk auf dem Datenblatt mit 3,15 kW Heizleistung (B0/35 und 50 Hz) und einem COP-Wert von 4,72 offiziell angegeben wird, bei mehr als 100 Hz mehr Strom verbraucht und demzufolge der COP-Wert sinkt (lt. dyarnes Beispielgrafik um mndestens 20 %) Was ist an dieser Sicht der Dinge falsch?
Wogegen ich mich hier opponiere ist, dass man gnau diese erhebliche Verschlechterung des Wirkungsgrades dem Ratsuchenden hier im HTD schlicht unterschlägt. Das ist nicht in Ordnung.
Übrigens: fast alle namhaften WP-Hersteller basieren ihre COP-Werte auf 50 Hz.
Kurt

Verfasser:
lefloe
Zeit: 22.06.2018 09:56:52
0
2656555
Hallo zusammen,
mir ging es in dem Thread erstmal um die Machbarkeit eines Ringkollektors auf unserem Grundstück. Nicht darum welche WP es dann werden könnte. Trotzdem Danke für die rege Diskussion.

Ich habe das jetzt so verstanden, dass
1. es ratsam wäre eine Heizlastberechnung nach PHPP zu haben.
2. danach der Ringkollektor geplant wird. Dieser sollte dann die berechnete Heizlast liefern können? Oder muss nur die WP die Leistung liefern und wenn der Kollektor etwas weniger liefert, heizt man zu Spitzenzeiten mit Strom?
3. auf die Zirkulationsleitung verzichtet werden sollte
4. Wenn wir Baden/Regendusche wollen einen etwas größeren Hygienespeicher oder FriWa-Station brauchen. Wie groß sollte der Speicher dann sein?

Und dann käme das Thema mit der WP ansich. Sprich moduliert oder on/off? Welche Leistung? Heizt eine on/off immer mit z.B. 12kW und wenn der Kollektor nur 10 kW liefert muss die restliche Leistung vom Strom kommen? ...

Viele Grüße,
Flo

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.06.2018 10:01:33
2
2656556
Nuuu hat also low von Lutwärmepumpen gesprochen und Kurt nie
behauptet, die Nibe hätte 3,15 kW Heizleistung...
Alternative Fakten.

"Über die WIRTSCHAFTLICHKEIT solcher Geräte im Alltagsbetrieb"
brauchen wir keine Meinungen, weil da gibt es gute Ergebnisse in
der Wärmepumpenverbrauchsdatenbank und von Usern im Forum.
Über die Wirtschaftlichkeit im praktischen Betrieb von den von Kurt
vertriebenen Nextherm braucht es dann schon Meinungen, weil da ist
gar nichts bekannt.
Nicht mal der Kurt kennt nach eigenem Bekunden eine Jahresarbeits-
zahl seiner Anlagen.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.06.2018 10:22:12
1
2656560
Hallo Flo,

zu:

1. Für die Wärmepmpenauswahl ist das sehr hilfreich, für die Grabenplanung
nicht, weil der darf nicht nach der PHPP-Heizlast dimensioniert werden,
sondern nach DIN-Berechnung oder dem Heizlasttool im Planer.

2. Siehe 1. und bei Leistung des Grabens geht es nicht darum, das er im
Moment nicht eine gewisse Leistung liefern könnte. Es geht darum, welchen
Wärmeverbrauch er nachhaltig in der Heizperiode liefern kann, ohne zu sehr
zu vereisen. Die Leistung ist also eine indirekte Größe für das Wärme-
liefervermögen des Grabens. Die Leistung der Wärmepumpe bestimmt
die Anzahl der notwendigen Solerohre.
Man könnte so z.B. eine 12 kW An/Aus-Wärmepumpe an einen 6 kW
Graben mit 4 Solerohren hängen, wenn das Haus 6 kW Heizlast hätte.
(Wäre aber nicht zu empfehlen)

3. Ja, auch unnötige Energievernichtung, die durch eine geschickte
Grundriss und Speicherstandortwahl und Leitungsdimensionierung
vermieden werden kann. Der Warmwasserspeicher muss übrigens
nicht bei der Wärmepumpe stehen. Bei Anlagen mit Zirkulation traten
in Felduntersuchungen im Bestand öfters Legionellen auf, alsin Anlagen
ohne.

4. Kommt darauf an, wie lange am Stück "beregnet" wird und wie sich
das üblicherweise über den Tag verteilt. Bei Speichern mit Erwärmung
im Durchlauf kann man da auf mehr Inhalt gehen. Vielleicht mit 2 Regen-
duschen 400 Liter oder mehr, aber da muss man sich auch die Schütt-
leistung der konkreten Speicher ansehen.

Wärmepumpenleistung würde sich aus der PHPP-Berechnung ergeben,
oder Du studierst aufmerksam den Link und bildest Dir, ausgehend von
der Heizlast im Tool, die auch keine internen und solaren Wärmege-
winne berücksichtigt, eine eigene Meinung.

Grüsse

winni

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 22.06.2018 11:13:52
0
2656569
Hallo Flo,

der Ermittlung der benötigten Heizleistung via Trechplaner zeigt relativ genau den Bedarf an. Diese ersetzt aber nicht die Berechnung der raumweisen Heizlast jene für die FBH/WH BKA Auslegung benötigt wird. Nachdem du diese erhalten hast kannst du auswählen welche WP für eueren Bedarf am Besten geeignet ist.
Es gibt von Novelan jene ein Tochterunternehmen Nibe ist eine modulierende 9 KW SWP: Diese WP ist fast identisch mit der kleinen 1155/1255 Nibe, wesentlicher Unterschied hier sind der Regler und die Wärmetauscher.

Kannst du den Verlauf der geplanten Stützmauer einzeichnen, wird eventuell auch Einfluss auf die Planung des RGK haben.
Ein RGK sollte bei euch möglich sein.

@Kurt: fast alle namhaften WP-Hersteller basieren ihre COP-Werte auf 50 Hz.

Aber auch nur da unser Stromnetz diese Frequenz aufweist.

Wolfgang

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Planung Ringgrabenkollektor und Heizlast
Verfasser:
Lupo1
Zeit: 22.06.2018 11:13:52
0
2656569
Hallo Flo,

der Ermittlung der benötigten Heizleistung via Trechplaner zeigt relativ genau den Bedarf an. Diese ersetzt aber nicht die Berechnung der raumweisen Heizlast jene für die FBH/WH BKA Auslegung benötigt wird. Nachdem du diese erhalten hast kannst du auswählen welche WP für eueren Bedarf am Besten geeignet ist.
Es gibt von Novelan jene ein Tochterunternehmen Nibe ist eine modulierende 9 KW SWP: Diese WP ist fast identisch mit der kleinen 1155/1255 Nibe, wesentlicher Unterschied hier sind der Regler und die Wärmetauscher.

Kannst du den Verlauf der geplanten Stützmauer einzeichnen, wird eventuell auch Einfluss auf die Planung des RGK haben.
Ein RGK sollte bei euch möglich sein.

@Kurt: fast alle namhaften WP-Hersteller basieren ihre COP-Werte auf 50 Hz.

Aber auch nur da unser Stromnetz diese Frequenz aufweist.

Wolfgang
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