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OldBo
29.05.2017
Eine Frischwasserstation (FriWa/FWS, auch Frischwarmwasserstation) wird zur Erwärmung von Trinkwasser eingesetzt. Sie besteht aus einem Plattenwärmetauscher (oder Rohrwärmetauscher), einer Regelung und einer Entladepumpe. Neuerdings werden auch Pufferspeicher mit innenliegendem Rohrwärmetauscher (z.B. Wärmetauscher aus Kupferrippenrohr oder Edelstahlrohr) als Frischwasserstation bezeichnet. Diese werden häufig auch Hygienespeicher genannt, was den Begriff aber nicht exakt trifft.
Frischwasserstation
 Frischwasserstation
Quelle: Wagner & Co Solartechnik GmbH
Schichtenspeicher mit Frischwasserstation
 Schichtenspeicher mit Frischwasserstation
Quelle: Sonne heizt Solar & Energietechnik GmbH + Consolar GmbH
Schematische Einbindung einer FriWa
 Schematische Einbindung einer FriWa
Quelle: Meibes System-Technik GmbH
Pufferspeicher mit Entnahme über Wärmetauscher
 Pufferspeicher mit Entnahme über Wärmetauscher
Quelle: Sonne heizt Solar & Energietechnik GmbH + Consolar
Rippenrohr - Solar - Schichtenspeicher
 Rippenrohr - Solar - Schichtenspeicher
Quelle: Sonne heizt Solar & Energietechnik GmbH + Consolar
Eine Frischwasserstation (FriWa/FWS, auch Frischwarmwasserstation) wird zur Erwärmung von Trinkwasser eingesetzt. Sie besteht aus einem Plattenwärmetauscher (oder Rohrwärmetauscher), einer Regelung und einer Entladepumpe. Neuerdings werden auch Pufferspeicher mit innenliegendem Rohrwärmetauscher (z.B. Wärmetauscher aus Kupferrippenrohr oder Edelstahlrohr) als Frischwasserstation bezeichnet. Diese werden häufig auch Hygienespeicher genannt, was den Begriff aber nicht exakt trifft.

Diese Art der Trinkwassererwärmung soll ein längeres speichern von größeren Mengen erwärmten Wassers vermeiden. Hintergrund ist, dass frisches und hygienisch einwandfreies Warmwasser an den Zapfstellen ankommen soll. Letztendlich ist aber die Temperatur, die Güte der Trinkwasserinstallation und Wartung der Anlage ausschlagebend für dieses Ziel.

Die FriWa wird für eine zentrale oder dezentrale Trinkwassererwärmung eingesetzt, wenn ...
  • ... kein Platz für einen Trinkwasserspeicher vorhanden ist (z. B. in einer Wohnung).
  • ... eine Trinkwasserspeichertemperatur zu niedrig ist, z. B. bei dem Einsatz einer Wärmepumpe. In diesem Fall ist eine direkte Beheizung durch die WP zu empfehlen.
  • ... eine bessere Effizienz bei einer Solaranlage erreicht werden soll, da niedrige Rücklauftemperaturen aus der FRIWA   den Puffer besser kühlen können und somit kühlere Rücklauftemperaturen im Solarkreis erzielt werden. Dies ist aber nur bei kleineren Anlagen und bei hohem Wasserverbrauch gegeben.
  • ... die beste und höchste Nutzbarkeit beim Entladen eines Pufferspeichers, sowie der Erhalt der Schichtung erreicht werden soll. Dazu ist aber einer elektronsichen Regelung notwendig.
  • ... erwärmtes Trinkwasser nicht gespeichert werden soll, z. B. wegen Kalkausfall und/oder Legionellengefahr (Kalkausfall wird bei FRIWA´s nur verhindert, wenn einer Vormischung des heißen Pufferwassers eingebaut ist; viele Stationen haben diese Einrichtung nicht.

Die Wärme kommt entweder aus einem Wärmeerzeuger (Platten-Wärmetauscher) oder einem Pufferspeicher mit innenliegendem Rohr-Wärmetauscher.

Die Systeme besitzen einen Plattenwärmetauscher aus Edelstahl mit dem Trinkwasser erwärmt wird. Heizwasser aus einem Wärmeerzeuger, so z. B. einem Pufferspeicher, wird dabei im Gegenstromprinzip zum Kaltwasser durch den Wärmetauscher mittels einer Ladepumpe gepumpt. Viele der gängigen Stationen sind in der Regel mit einem Strömungsschalter im Kaltwasserzulauf ausgestattet, der bei einem Zapfvorgang (Spülbecken,Dusche, Bad) das Signal für den Pumpenstart und den Pumpenstopp der Heizwasserpumpe gibt. Also wird nur Wasser erwärmt, wenn es gebraucht wird (Hygiene).

Die Regelung der FriWa arbeitet bedarfsabhängig. Nur wenn warmes Wasser gezapft wird, schaltet die Ladepumpe ein. Dabei wird die Temperatur über die Drehzahl der Ladepumpe geregelt. Dabei sitzt ein Temperatursensor am Warmwasseraustritt des PWT's. Wenn die FRIWA eine elektronsiche Regelung besitzt, generiert diese durch eine Drehzahlregelung (von 0 bis 100%) der Ladepumpe eine gleichbleibende Warmwassertemperatur, sodass nur soviel Energie aus dem Pufferspeicher geholt wird, wie im Moment gerade benötigt wird. Die Leistung des PWT muss fachgerecht ausgelegt werden. Die Warmwasserinstallation kann wie bei anderen Erwärmungsarten ausgeführt werden. Natürlich ist auch eine Zirkulation möglich.

Wenn ein Pufferspeicher eingebunden ist, dann muss bei der Entnahme der Wärme auf die Temperaturschichtung im Speicher geachtet werden. Dies kann i.d.R nur über eine elektronische Drehzahlregelung gewährleistet werden., da es sonst zu einer Durchmischung des Pufferspeichers und zu einer Zerstörung der Schichtung kommt. Es gibt auch Stationen, die dieses Problem mit einer hydraulischen Regelung lösen (z. B. Danfoss).

Es besteht auch die Möglichkeit, das Trinkwasser in einem Rohrwärmetauscher direkt im Pufferspeicher zu erwärmen. Bei diesem System strömt das kalte Wasser durch ein Wellrohr (Edelstahl) oder ein Rippenrohr (Kupfer) im oberen Bereich des Puffers. Durch die entstehenden Turbulenzen ist ein guter Wärmeübergang möglich und eine Kalkablagerung wird weitgehend verhindert. Derartige Anlagen kommen ohne zusätzliche Ladepumpe aus. Eine Regelung der Warmwassertemperatur wird durch ein 3-Wege-Ventil durchgeführt.
Frischwasserstation ohne Elektronik
Frischwasserstation
 Frischwasserstation
Quelle: MS Schwarz GmbH
Funktion der Frischwasserstation
 Funktion der Frischwasserstation
Quelle: MS Schwarz GmbH
Das steckerfertig montierte Frischwassermodul kommt ohne Elektronik aus und besteht aus einem "Zweizug-Wärmetauscher", voreinstellbarer Vormischung (50 - 70 °C) durch ein Thermoventil, Umwälzpumpe und Strömungsschalter.

Eine Temperaturbegrenzung im Puffervorlauf beugt einer schnellen Verkalkung vor. Außerdem wird auch bei geringer Zapfmenge eine niedrige Pufferrücklauftemperatur erreicht, wodurch der Puffer optimal genutzt werden kann.

Leistungsdaten:
19 bis 28 Liter/min. bei +53 °C aus dem Puffer
32 bis 45 Liter/min. bei +70 °C aus dem Puffer
Kaltwasseranschluss FriWa und DLE (Auszug aus einer Installationsanweisung)
In der Kaltwasserzuleitung zur Frischwasserstation (FriWa) und zum Durchlaufwassererwärmer (DLE) ist gemäß DIN 4753 Teil 1Wassererwärmer und Wassererwärmungsanlagen für Trink- und Betriebswasser - der Einbau eines Sicherheitsventils erforderlich. Bis zu einer maximalen Heizleistung von 75 kW muss es DN 15 haben. Auf das Sicherheitsventil kann nur dann verzichtet werden, wenn ein bauteilgeprüfter Strömungswächter die Wassertemperatur auf 95 °C begrenzt. Das Ventil muss für einen Abblasedruck ausgelegt sein, der dem zulässigen Betriebsüberdruck entspricht. Bei 10 bar und höherem Wasserleitungsdruck hinter dem Wasserzähler ist ein Druckminderer einzubauen.

Wenn die Frischwasserstation ohne Wasserabnahme aufgeheizt wird, tropft, je nach vorhandenem Wasserdruck, Wasser aus dem Sicherheitsventil. Dieses Wasser muss über einen Siphontrichter auffangen und abgeleitet werden.  Zwischen Sicherheitsventil und Frischwasserstation darf keine Absperrung vorhanden sein. Das Sicherheitsventil ist gemäß DIN 4753 regelmäßig 1 - 2 mal im Monat durch Anlüften auf Funktion zu prüfen. Die Ausblasöffnung darf nie geschlossen oder eingeengt sein. In die Kaltwasserleitung ist nach dem Stand der Technik ein entsprechender Wasserfilter zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Dieser kann zentral am Hauswasseranschluss oder vor dem Wärmetauscher eingebaut werden.

An den Kalt- und Warmwasseranschlüssen sollten Spülanschlüsse vorgesehen werden.

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Durchflusswassererwärmer (FriWa, DLE) mit einem Nennvolumen unter 3 Liter bilden die Ausnahme der Regel.

(Komischerweise zeigen die Schaltschemen keine Sicherheitsventile in den Kaltwasseranschlüssen und auch der Hinweis auf die Ausnahmeregelung fehlt)
Fernwärme-/Nahwärmeübergabestation
Fernwärmeübergabestation aqoClick mit außenliegendem Wärmezähler<br />
 Fernwärmeübergabestation aqoClick mit außenliegendem Wärmezähler
Quelle: aqotec Gmbh

Eine kompakte Übergabestation zur hydraulischen Entkoppelung der Nah- und Fernwärmeversorgung von Gebäuden hat den Vorteil, dass alle notwenigen Bauteile (Wärmetauscher, Armaturen, Wärmemengenzähler, Regelung) auf kleinstem Raum vorhanden sind und eine passende Dämmung (z. B. EPP-Dämmsystem [Expandiertes Polypropylen]) werkseitig vorhanden ist.

Die Komponenten (Sekundär-Heizkreis, Frischwasserstation, Regelung) sind in einer Sandwich-click-Konstruktion mit Stabilisatoren und einer aufgesetzten Wärmedämmhaube selbsttragend verbaut. Die Anschlüsse der Primär- und Sekundärmedien (Warmwasser, Heißwasser) sind sowohl oben als auch unten frei wählbar. Alle sicherheitstechnischen Bauteile, Entleerungen bzw. Spülanschlüsse, Entlüftung und Manometer können in die Fernwärmestation integriert werden.

Bei den in die Rohrstrecken integrierten, mit Feinsieben bestückten, Schmutzfängern sind sowohl primär als auch sekundär Spülanschlüsse nachrüstbar. Der Wärmemengenzähler ist von außen frei zugänglich und ablesbar. Der eingesetzte Wärmetauscher aus Edelstahl ist durch seine große thermische Länge in einem breiten Leistungsspektrum einsetzbar. Der Fühler für die Sekundär-Vorlauftemperatur ist entgegen der Strömungsrichtung direkt am Ausgang des Wärmetauschers platziert. Das sekundärseitig integrierte Sicherheitsventil dient zur hydraulischen Absicherung der Fernwärmestation. Thermometer für die Primär- und Sekundärseite sind in der Türblende des in Blech ausgeführten Schaltschrankes enthalten.

Weitere Funktionen
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meyerp schrieb: Hallo Mammamia, ja, man kann bessere Geräte leihen ... Aber 53dBa für Trittschall .... die Bewertungskurve A ignoriert...
woodi schrieb: Wenn man die Steuerung öffnet und den Anschluss für den Mischer anschaut und mit einem Messgerät prüft, dann ließe sich...
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